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Karneval » Polizei » Eilmeldung Kölner RoMo-Zug: Wichtige Sicherheitshinweise!
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Eilmeldung Kölner RoMo-Zug: Wichtige Sicherheitshinweise!

26. Februar 2017 von Wilhelm „Willi“ Ostermann
Page

Die Polizei NRW (LZvPD, Launische Zicken vom Police Department) hat zum bevorstehenden Rosenmontagszug in Köln nachfolgende - noch nicht autorisierte - Eilmeldung herausgegeben. 

POLIZEI NRW LZvPD
@polizei_nrw_lzvpd
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Eilmeldung ging gerade u.a. an @KoelnerAbendblatt. Wir bitten um Informationsweitergabe! #köln #karneval #sicherheit
26.02.2017 - 23:47 Uhr
454,683
129,436

Denken Sie daran Freunde und Verwandte zu informieren, die am Kölner Karneval teilnehmen. Teilen Sie diese Information daher am besten jetzt, bevor Sie weiterlesen und es vergessen.

Wichtige Sicherheitshinweise:

1) Bitte melden Sie sämtliche verdächtig aussehende Personen mit großen Taschen oder Rücksäcken sowie Träger von vermeintlichen Spielzeugwaffen - egal ob kostümiert oder nicht - einem (echten!) Polizeibeamten in ihrer Nähe.

2) Sollte Sie die große Menge an Verdächtigen überfordern, melden Sie bitte vor allem Personen aus folgenden Ländern mit schwieriger Sicherheitslage (lt. Auswärtiges Amt): Afghanistan, Syrien, Libyen, Irak und Somalia. Interne Notiz an Rolf: Afghanistan streichen, weil wegen Abschiebungen? #UrlaubNein #AbschiebungJa

3) Ergänzend zur städtischen Initiative "Mehr Spaß ohne Glas" möchten wir Ihnen unser Sicherheitsmotto für den Rosenmontagszug vorstellen: Noch mehr SpaSS mit ohne HaSS! Seien Sie nett zueinander. Daher an Alle: Sprengstoffgürtel, Spielzeugwaffen, K.-o.-Tropfen und LKWs Zuhause lassen! Wer dagegen verstößt muss mit langwierigen Leibesvisitationen rechnen.

4) Unsere Polizeibeamten sind mittlerweile mit DNA-Schnelltests ausgestattet, um mögliche Zweifel bzgl. der Herkunft aus dem Weg zu räumen, da es zu Nafri-Fehlerkennungen kam. Bitte legen Sie daher auf Aufforderung kritiklos ihren Arm frei, damit wir stichprobenartig Blut abnehmen können.

5) Nach unseren bewährten Standards für ethnisches Profiling kontrollieren wir hier und da Bürger. Vertrauen Sie uns bitte einfach bzgl. der Selektion und behalten Sie Ihre stets unangemessene Kritik für sich. Wenn Sie sich bei einer Personenprüfung denken "Das ist aber unfair, der sieht doch nur aus wie ein Terrorist.", dann belassen Sie es bei diesem Gedanken. Seien Sie lieber froh, dass wir nicht Sie kontrollieren! #RacialProfilingMatters

6) Beachten Sie unbedingt den Menschen-Mindestabstand von einer Armlänge, wie ihn Henriette Reker seit Anfang 2016 als Allheilmittel empfiehlt. Sollten Fragen bzgl. der praktischen Anwendung bei Menschenmengen aufkommen, kontaktieren Sie bitte Frau Reker. Ansonsten: Kein Rock, Ausschnitt nicht zu tief, keine sexy Blicke. Jemand könnte horny sein!

7) Wer unseren Anweisungen nicht Folge leistet, wird mit Weingummigeschossen bombardiert, wie es sich der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft wünscht. Öffnen Sie während des Beschusses ihren Mund weit und warten Sie solange, bis das letzte Projektil ihre Mundhöhle erreicht hat. Gut kauen!

8) Sollten Sie alkoholisiert sein (wovon wir ausgehen), unter sonstigem Drogeneinfluss stehen, ihnen die Sprache oder Motorik versagen oder die Karnevalsmusik das Hirn vernebelt haben, schalten Sie bitte ein Alaaf zurück. Trinken Sie ein Glas Wasser und essen Sie ein Brötchen.

9) Vereinzelt statten wir Kollegen und Kolleginnen bewusst nicht mit Munition für ihre Schusswaffen aus, da unsere Einsatzkräfte aufgrund von Millionen Überstunden stark übermüdet sind. Jede Patrone, welche auf der Wache verbleibt, kann Sie nicht versehentlich treffen! Gleichzeitig ist die gefühlte Sicherheit jedoch gewährleistet.

10) Sollten Sie trotz guter Rahmenbedingungen, Alkohol und grandioser Musik nicht in die gewünschte Feierlaune kommen, fragen Sie einfach ein paar Nordafrikaner, ob sie Ihnen den berühmt-berüchtigten Antanz-Trick beibringen.

Wichtig: Derzeit besteht ausdrücklich keine Gefahr, aber man weiß ja nie!

Bzgl. der Verwendung des Begriffs "Nafri" teilen wir mit: Neben vermeintlich aus nordafrikanischen Ländern stammenden Menschen, solchen die mutmaßlich Straftaten begehen könnten und jenen, die bereits zum Intensivtäter aufgestiegen sind, unterscheiden wir ja ohnehin nicht zuverlässig. Daher möchten wir den Karneval zum Anlass nehmen und dazu aufrufen, alle Karnevalisten als "Nafri" zu bezeichnen, da die meisten Bürger verkleidet sind und eine ethnische Abgrenzung sich dadurch als schwierig erweist. Je nach Kostüm stoßen da selbst unsere bewährten Racial-Profiling Konzepte an ihre Grenzen. Daran mag sich der ein oder andere AfD-Wähler stören, aber es vereinfacht die Polizeiarbeit ungemein. Beispiel: „Eine Millionen Nafris feiern heute in Köln Karneval.“ oder „30 blonde Nafris am Dom festgesetzt.“. Kurz. Simpel. Nafri. Jetzt im Betatest für Alle.

Uns ist außerdem bewusst, dass das massierte Auftreten unserer 2.000 Polizeibeamten stören und zu unerwünschten Wechselwirkungen führen könnte. Schließlich sieht die große Mehrheit unserer sportlichen Staatsdiener in Uniform äußerst attraktiv aus, wodurch deutsche Frauen mittleren Alters immer häufiger geneigt sind, völlig enthemmt ihren Bedürfnissen nachzugehen, speziell in diesen Tagen. Zügeln Sie sich daher bitte etwas, meine Damen.

Sollten Sie sich jedoch aufgrund der Berichterstattung im Vorfeld des Kölner Karnevals unsicher fühlen, bleiben Sie bitte Zuhause. Der WDR überträgt den Rosenmontagszug live, HD und in Farbe. Geschlechtskrankheiten gibt es auch woanders.

Ende der Mitteilung.

Die Redaktion des Kölner Abendblatts ist aufgrund des Inhalts und der Wortwahl dieser Meldung zwar irritiert, geht aber von einer scherzhaft gemeinten Veröffentlichung seitens der Polizei aus. Wir wünschen allen Lesern einen fröhlichen und friedlichen Rosenmontagszug.

Update, 26.02.17, 11:11 Uhr:

Die Polizei twittert soeben bezogen auf ihre Eingangsmeldung:

POLIZEI NRW LZvPD
@polizei_nrw_lzvpd
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Wir entschuldigen uns für die Meldung von heute Früh. Dies war ein interner Entwurf, wovon wir hier so Einige haben. Selbstverständlich distanzieren wir uns! #WTF
26.02.2017 - 11:03 Uhr
12,831
39
POLIZEI NRW LZvPD
@polizei_nrw_lzvpd
Folgen
Nachtrag: Insbesondere #distanzieren wir uns bei Hinweis 8 von der Verwendung des Wortes "Brötchen". Natürlich war der #HalveHahn gemeint.
26.02.2017 - 11:05 Uhr
513
999,999
POLIZEI NRW LZvPD
@polizei_nrw_lzvpd
Folgen
Und falls es am Dienstag jemanden interessieren sollte: Die Einsatzlage wird entspannt gewesen sein. #kristallkugel
26.02.2017 - 11:09 Uhr
18,438
29,533

Update, 26.02.17, 12:47 Uhr:

Die Redaktion des Kölner Abendblatts hat einige Reaktionen aus dem Netz zusammengetragen, da die Polizeimeldung unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen hat:

Alice Schwarzer
@alice_schwarzer
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@polizei_nrw_lzvpd Mir sind keine enthemmten Frauen mittleren Alters bekannt, also existieren sie nicht! #alternativefakten Sollte der Kachelmann wieder "zufällig" in Köln rumlungern, ist er dann wenigstens auch Nafri (=Sexualstraftäter). Sag ich doch...
26.02.2017 - 11:36 Uhr
21,096
19,962
Jan Böhmermann
@janboehm
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@polizei_nrw_lzvpd Alle Weingummigeschosse zu mir bitte!!! GPS Koordinaten folgen. #naschkatze
26.02.2017 - 11:39 Uhr
23,383
15,741
GRÜNE JUGEND
@gruene_jugend
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@polizei_nrw_lzvpd @janboehm Sind die Weingummigeschosse #vegan? #eigentor #limburg
26.02.2017 - 11:43 Uhr
2,301
25,886
DIE LINKE
@dielinke
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@polizei_nrw_lzvpd @janb Wir bitten darum die Weingummigeschosse gerecht auf alle Nafris zu verteilen! Eine Umverteilung zugunsten der Elite, siehe @janboehm, verurteilen wir scharf.
26.02.2017 - 11:49 Uhr
4,234
3,075
Alternative für DE
@afd_bund
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@polizei_nrw_lzvpd Dürfen WIR bitte (!!!!!) die Weingummis auf die Nafris schießen? #uebungmachtdenmeister
26.02.2017 - 11:53 Uhr
12,292
24,081
Henriette Reker
@henriettereker
Folgen
Aufgrund der zahlreichen Rückfragen bzgl. der Armlänge teile ich mit: An Karneval ist eine halbe Fingerkuppenlänge vollkommen ausreichend. #ausnahmezustand #dasnervt
26.02.2017 - 12:31 Uhr
4,285
4,432

Quellen: 12, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22